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  • Reisebericht Marrakesch

    Marrakesch ist die „Rote Stadt“ Marokkos – eine der vier Königsstädte. Alle Häuser wurden früher aus rotem Lehm gebaut und die französischen Kolonialherren haben per Gesetz bestimmt, dass alle neuen Häuser ebenfalls rot gebaut werden müssen. Das hat Charme. Marrakesch liegt wunderschön umgeben von Palmenhainen, die in den letzten Jahren angepflanzt wurden. So umgibt die Stadt eine grüne Lunge, umgeben mit hohen Kokospalmen, farbenprächtig blühenden Bougainvillea und weißem oder rotem Hibiskus. Hinter den Palmengärten beginnt die Sandwüste. Hinter der Wüste wächst das Atlasgebirge hoch in den Himmel – schneebedeckt und ehrwürdig.

    Die landschaftliche Umgebung bewirkt, dass man aus der Stadt hinaus eine traumhafte Kulisse hat, die einen zum Schauen einlädt. Die Häuser sind so gebaut, dass die Dächer als Terrasse fungieren. Hier kann man in den Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang verweilen und den Blick  über diese wechselhafte Landschaft schweifen lassen.


    Die Stadt selber ist immer äußerst lebendig. Es leben viele unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen hier. Afrika ist am nächsten. Aber auch Europa und natürlich Arabien. Die Religion ist der Islam und es gibt eine Vielzahl an wunderschönen  Moscheen. Die älteste, größte und schönste Moschee befindet sich mitten in der Stadt im Zentrum nahe des weltberühmten Platzes Djem el Fna. Hier pulsiert das Leben den ganzen Tag und noch mehr am Abend bis tief in die Nacht hinein. Der Platz ist riesig. Man hat das Gefühl alle Touristen und Einwohner leben hier. Es gibt Schlangenbeschwörer, die einem die Schlange an den Kopf halten wollen, es gibt Gaukler mit kleinen Äffchen in Menschenkleidung, die sofort zu einem kommen und Geld wollen, wenn man sie fotografiert.   Man kann essen – die verrücktesten Gerichte von vegetarisch lecker bis zu Fleischgerichten, die man vielleicht nur einmal probiert. Man kann frisch gepresste Säfte bekommen oder sich einen Zahn ziehen lassen. Da stehen halt alte Männer mit einem Tisch und einer Zahnziehzange und nehmen wenig Geld dafür um Einem die Zähne zu ziehen. Spannend ist es auf jeden Fall zu jeder Tageszeit, sich auf diesem Platz zu tummeln. Es genügt, sich in ein Café zum Beispiel dem Café de Paris – zu setzen und den Ausblick auf das Menschengewusel zu genießen.

      

    Wohnen kann man sehr gut in Marrakesch zum Beispiel in einem modernisierten Riad. So haben wir es gemacht. Wir residierten im Riad Blanc der noblen Hotelgruppe Ansgana. So lebt man luxuriös, traumhaft schön wie in einem Märchen aus 1000 und 1er Nacht. Das Ansgana Hotel gehört zu den 5-Sterne Hotels zu Leading of The World und das bedeutet, hervorragenden Service, delikates Essen, zuvorkommende Bedienung und sehr menschliche, keine Touri-Behandlung. Unser Riad war aus dem 17. Jahrhundert – völlig neu restauriert und traditionell eingerichtet. Natürlich nur mit Farben, Materialien und Stoffen sowie Möbeln von einheimischen Architekten und Materialien. Ansgana steht dafür, die einheimische Kultur und Tradition zu pflegen und mit Luxus zu verbinden. Unsere Suite Nr. 08 hieß Saraienne, sie hatte ein riesen großes Wohn-Schlafzimmer mit antiken robusten dunklen Holzmöbeln, verziert mit Messing und umgeben von feinen Stoffen. Das Badezimmer – sehr geräumig- individuell ausgestattet mit natürlichen Baumaterialien und dennoch moderner Technik. Jeden Tag duftete die Suite typisch marokkanisch nach Orange, Zimt, Zedernholz und Jasmin. Die Terrasse befand sich auf dem Dach mit einem riesen großen Himmelbett zum Lümmeln. So genossen wir den Sonnenuntergang über der Stadt beim Ruf des Muezzins.

    Frühstück nahmen wir auf einer separaten Terrasse ein – jeden Morgen brachte man uns duftende Backwaren, Käse, frische Früchte und Kaffe oder Teeauswahl – alles köstlich und immer frisch zubereitet. Im Innenhof befinden sich ein Brunnen sowie die Zugänge zum Kaminzimmer und zur Bibliothek. Unser Abendessen nahmen wir im hauseigenen Restaurant ein. Hier verwöhnen die Servicemitarbeiter und Köche mit kulinarischen heimischen Köstlichkeiten. Das Ambiente ist still, elegant, besinnlich, sehr fein und wird höchsten Ansprüchen gerecht.

    Was macht man tagsüber in einer Stadt, die sich schon morgens auf 25°C erwärmt? Durch den Souk flanieren, mit Verkäufern schwatzen, sich Dinge andrehen lassen, die man niemals braucht. Oder man kauft wirklich schöne Tücher, preiswerte und elegante Taschen, intensive Düfte oder auch nur das weltberühmte und höchst schmackhafte und gesunde Arganöl. Handeln und feilschen gehört hier dazu. Das muss man aber auch einfach mitmachen - das ist ein wunderbares Erlebnis. Das Schöne und Besondere an Marrakesch sind die Menschen. Sie sind höflich, freundlich, sprechen französisch oder englisch oder Manche deutsch. Sie sind nicht allzu aufdringlich – Verkäufer bieten ihre Ware zwar aktiv an, wenn man jedoch kein Interesse daran hat, lassen sie einen auch wieder in Ruhe – und das mit einem Lächeln.
    Natürlich gehört es dazu, einen Hammam zu besuchen. Da schwitzt man alles aber auch alles aus sich raus. Die wunderschönsten sind natürlich im Ansgana – wiederum in einem alten, ehrwürdigen Riad mit fantastischem Innenhof zum relaxen. Die Massagen werden professionell durchgeführt und führen zu einem Erholeffekt, der noch lange anhält. 

     

    Die Stadt kann man gerne gut zu Fuß erkunden. Aber auch Pferdekutscher machen das, wenn man vorher einen guten Preis aushandelt. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit mit einem Doppeldeckerbus quer durch alle Straße zu fahren. Sehenswert ist es alle Male.
    Ich möchte gerne wieder kommen. Die Menschen in Marokko sind aufgeschlossene, zufriedene, stolze und freundliche Menschen, die sich für uns interessieren und dennoch ihr eigenes arabisches Leben leben. Mich hat es in den Bann genommen und ich werde auf jeden Fall zurückkehren und die mir noch verschlossenen anderen Städte und Sehenswürdigkeiten ansehen. Versprochen Marokko

     

    Bildquelle: MS / Reiseservice

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