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  • Reisebericht Bad Ragaz in der Schweiz

    36,5 ° C – das ist die menschliche Körpertemperatur. Das ist aber auch die Wassertemperatur aus der Tamina-Quelle in Bad Ragaz.

    (Auszug aus der Darstellung des Granresort Bad Ragaz)… „Die Quelle befindet sich in der Tamina-Schlucht und ist die Quelle der Gastlichkeit in wildromantischer Lage. Die Taminaschlucht lässt  Besucher die immense Kraft des Wassers auf eindrückliche Weise erfahren. Mittendrin empfängt der älteste barocke Bäderbau der Schweiz, das Alte Bad Pfäfers, auch heute wieder Gäste. Wandeln kann man hier auf den Pfaden der Geschichte an den Ursprung des heilenden Wassers von Pfäfers. Erstmals 1382 urkundlich erwähnt, schätzte man schon in den Gründerjahren der Eidgenossenschaft die Heilkraft der Wasser von Pfäfers. Erster Badearzt war 1535 kein geringerer als der berühmte Mediziner, Naturforscher und Philosoph Paracelsus. Ein herrlicher Spazierweg führt in einer Stunde von Bad Ragaz zum alten Bad.“ 

    Oder wieder hinunter. Wir nahmen den Bus nach oben – also den bequemeren Aufstieg. Denn nach oben geht es wirklich,  tief hinauf in die wunderschönen Berge. Umgarnt von Wald und blühender Fauna. Der letzte Apriltag 2012 war ein richtig heißer Tag mit Temperaturen von über 25°C. Da explodierte die Natur förmlich und der Wald zeigte sich von seiner wunderschönen aufwachenden Seite. Kommt man zum Eingang zur Quelle, so merkt man schnell, dass es richtig war, regenfeste Kleidung dabei zu haben. Zur Quelle gelangt man entlang den tiefeingeschnittenen Felsen auf schmalen Wegen und auf diese tropft das Wasser. Es wirkt mystisch, atemberaubend, spannungsgeladen. Ist man an der Quelle, so fühlt man ihre Kraft. Die Wärme, die Feuchtigkeit und auch die heilende Wirkung – man hat Lust, sofort hineinzuspringen – aber das macht man ja lieber im Thermalbad in Bad Ragaz oder noch viel angenehmer im Grandhotel mit auseigenem Spa und direkter Einspeisung des Wassers aus der Tamina-Quelle. Bei konstanten 36,5 ° C liegt man hier einfach nur im Wasser, lässt die Wärme auf sich wirken und schaltet wunderbar ab. Die traumhaft kunst- und  stilvolle Gestaltung des Bades im barocken Stil lässt einen von alten Zeiten träumen – und Träume sind ja nun wirklich etwas zum genießen und entspannen. Zum Tiefenentspannen lädt der Spa mit intensiven Behandlungen ein. Ob luxuriös oder in Richtung Gesundheit – hier ist alles für jede Vorliebe vorhanden. Die berühmte „Qual der Wahl“ ist wirklich das Einzige, was ich zu beanstanden hätte. Weiter genießen kann man in den Gourmet-Restaurants. Im Angebot zur Wahl sind 3 Restaurants von thailändlich exotisch, typisch italienisch oder Schweizer traditionelle Delikatesse - immer alles schmackhaft und lecker. Elegant eingerichtet und richtig liebevoller Service lassen jedes Abendessen zum Highlight des Tages werden.

    Den Tag verbringt man natürlich in der traumhaft schönen Natur und Umgebung rund um Bad Ragaz. Die Alpen mit ihrer schneebedeckten Kulisse sind überall präsent, die Frühlingsblumen blühen farbenprächtig und vielseitig, die Häuser sind hübsch und die Kirche mit ihrem spitzen Turm lässt Würde erstrahlen. So kann man viel fürs Auge tun und wenn man, so wie wir, mit einem E-Bike unterwegs ist, auch fantastische visuelle Abwechslung genießen. Da das fahren mit einem E-Bike nicht wirklich anstrengend ist, hat man noch genug Energie, einmal die Berge hinaufzufahren und von dort oben den Blick ins Tal, auf den Ort oder die blühenden Wiesen streifen zu lassen. Danach freut man sich auf einen leckeren Imbiss in einem urgemütlichen Restaurant oder einem starken Kaffee in einem der hübschen Cafés, wo es auch köstliche kleine Küchlein oder verführerische Torte gibt.  Das E-Bike liehen wir uns direkt im Hotel aus – der Pförtner erklärte uns kompetent die Handhabung – und schon waren wir unterwegs. Einmal in Richtung Chur, immer entlang am Vater Rhein, der ja in der Nähe „geboren“ wird und irgendwann auch bei uns in Bonn entlang fließt. Ich hoffe, dass unsere Grußkarte mit der Flaschenpost, die wir in Bad Ragaz in den Rhein warfen auch irgendwann mal in Bonn ankommt – hier warten wir nun jeden Tag gespannt darauf.

    Das Grandhotel Bad Ragaz bietet einen execellenten 5-Sterne-Service, den wir genüsslich auslebten. In einer Junior-Suite residierten wir fast herrschaftlich. Die Einrichtung war sehr geschmackvoll, elegant und vom Bett aus hatten wir den Blick immer auf die Alpen. So blieben wir auch gerne mal etwas länger im Bett, um genau diesen Ausblick zu genießen. Das Frühstück wartete ja auf uns, denn dies kann man gerne bis 11.00 Uhr, in zwei zur Auswahl stehenden Restaurants, genießen.  Nach der allmorgendlichen Umarmung um die dicken, uralten Sequoia-Bäume spürten wir deren  Kraft und gewannen Energie und Gelassenheit. Diese Bäume wurden um das Jahr 1820 angepflanzt und strahlen Stolz, Magie und Kraft aus, die man mit der Umarmung aufnimmt. Ich liebte es, diese Bäume zu umarmen und habe mir die heruntergefallenen Zapfen mit nach Hause als Andenken und Kraftquelle genommen. Sie wirken heute noch.

    Das Grandresort Bad Ragaz unterteilt sich in mehrere miteinander geschickt verbundene Häuser. Alle sind in unterschiedlichen Zeitepochen erbaut und zeigen somit auch einen verschiedenen Stil auf. Vom Klosterbau, über Barock bis zu modern findet man hier für seine ganz persönliche geschmackliche Ausrichtung Zimmer nach seinem Geschmack.  Klassisch elegant oder traditionell rustikal oder sogar fein modern mit schlichter Eleganz jedoch immer hochwertigem Interieur – alles wird geboten. Jedes Zimmer bietet einen fantastischen Ausblick auf die malerische Kulisse – sei es das Gebirge, der toll angelegte Park, der Hang mit Wald oder auf den nahe gelegenen Golfplatz.

    Zu spüren ist stets der feine Sinn zum Gästeservice. Jeder Mitarbeiter, mit dem wir mehr oder weniger in Berührung kamen, stellte sich perfekt auf unsere Wünsche, Bedürfnisse oder Fragen ein und löste alles wunderbar. Das ist schön, dies so zu spüren. Ein wenig haben wir uns jedoch geärgert. Denn wir wollten ursprünglich unseren kleinen Jack Russel Terrier mit nach Bad Ragaz nehmen und hatten unseren Hund angemeldet. Als wir in unsere Juniorsuite geführt wurden, waren wir schon sehr überrascht und ein wenig traurig, dass wir uns ganz zum Schluss entschlossen hatten, die Wilma in Köln bei einer Freundin zu lassen. Wir haben nur nicht mehr daran gedacht, das Hotel darüber zu informieren. Somit entging Wilma leider einiges. Sie hätte sich sicher sehr gefreut, was da nun für sie extra vorbereit war. Mit Liebe und Engagement waren eine flauschige Decke auf einem übergroßen weichen Kissen zurecht gelegt. Daneben gab es hübsche Näpfe und natürlich lauter kleine Leckerlis, die von einer ortsansässigen Hundebäckerei in Handarbeit gebacken waren (was es alles gibt!). Das Schild mit der Aufschrift „vier Pfoten im Zimmer“ für das Zimmerpersonal nahmen wir als Erinnerung mit und selbstverständlich freute sich unsere Wilma über ihre leckeren Mitbringsel. Das Grandhotel Bad Ragaz wollen wir daher für Hundebesitzer bestens empfehlen.

    Bad Ragaz selbst erreichten wir mit dem Zug nach einer Stunde Flug von Köln nach Zürich. Die Schweizer Bahn fuhr uns schnell und dennoch gemächlich entlang der Alpen, so dass wir das Panorama genossen und in Ruhe die hübschen Orte, klaren Seen und blühenden Wiesen mit ihren braunen Kühen betrachten konnten. Die Rückreise unternahmen wir genauso, wählten jedoch eine andere Strecke. So sahen wir viel und die Eindrücke, die wir gewannen, ließen uns entschließen, ganz bald wieder zurück zu kommen und die netten Menschen aus dem Grandresort Bad Ragaz recht bald wieder zu besuchen und vor allem wieder das 36,5 ° warme Wasser mit seiner heilenden Wirkung zu spüren.

    Bildquelle: MS / Reiseservice

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