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  • Reisebericht Sri Lanka

    Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man nach 9 Stunden Flugzeit morgens um 09.00 Uhr Ortszeit in Colombo landet.

     

    Die Sonne scheint schon intensiv, die Temperatur liegt bereits bei 25° C und die Luftfeuchtigkeit verpasst der Haut direkt eine ganze Ladung Feuchtigkeit. Einfach herrlich. Die Menschen sind emsig aber sie lächeln dabei. Ich habe selten so viele freundliche und lächelnde Menschen um diese Uhrzeit nach einem Flug gesehen. Da geht einem das Herz schon von Anfang an auf.

     

     

    Colombo ist die Hauptstadt von Sri Lanka und liegt eher im Landesinneren. Das bedeutet, wenn man sein Hotel an einer Küste gebucht hat – muss man einen Transfer nutzen und weiter fahren. Zuerst dachte ich – oh je: nochmals 2-3 Stunden ehe ich so richtig  am Ziel bin und endlich Urlaub machen kann. Aber es kam ganz anders. Das Taxi war ein klimatisiertes westeuropäisches Großraumtaxi – es bot viel Platz und war angenehm kühl. Der Fahrer sprach nicht viel, begrüßte uns mit einem kurzen Lächeln und schon ging es in den Megaverkehr der durch Hupen anderer Autofahrer gut zu hören war. Noch war ich nicht ganz so gut gelaunt. Zumal ich dachte, was ist,  wenn doch eine Kuh auf der Straße steht – dann stehen wir hier. Die Kuh ist ja heilig und darf alles – auch den Verkehr stundenlang lahm legen. Es kam keine Kuh. Der Fahrer kennt uns europäische Touristen, die wohl immer gestresst, genervt und angespannt landen. Daher war er lieber still. Und überraschte uns. Auf einmal hielt er an – wo wir doch eigentlich ganz schnell ins Hotel wollten – und holte am Straßenrand von einem Obststand lecker frische Kokosnüsse. Wir schlürften diese aus, es war unsere erste köstliche Erfrischung in diesem Land und wir fühlten uns gleich gestärkt. So hatten wir Augen und Ohren offen für die doch recht lange Strecke. Wir sahen viele emsig fleißige Menschen, die ihre Waren anboten. Wir sahen bunt gekleidete Frauen die lebhaft schwatzten. Fröhliche Kinder die spielten oder zur Schule gingen. Wir sahen bunte Häuser, große Moscheen, bunte Hindi Tempel und erhabene weiße Kirchen. Drumherum blühte es, riesige Palmen säumten die Straße, die im Übrigen gut ausgebaut ist, wie wir das von hier kennen. Überall lag Schmutz und Müll herum, für den sich leider keiner interessiert. Dennoch sehr spannend, dies einmal live und so in Farbe zu sehen.

     

     

     

     

    Nach 2,5 Stunden kamen wir an in Kaluwamodara – Beluwera. Wir haben uns im Hotel Lanka Princess eingebucht. Hier kann wählen, ob nur Urlaub machen will und alle Vorzüge eines Luxushotels genießen will. Oder ob man seine Gesundheit nach vorne bringen will und dann einen Ayurvedakur macht. Wir haben uns für die Gesundheit entschieden und schon bei der Begrüßung festgestellt, dass auch wir den Luxus dieses  Hotels genießen werden.

     

     

    Es gab einen köstlich frischen und kühlen Fruchtcocktail und einen Gutschein für eine Handmassage – als Begrüßung natürlich geschenkt. Der Hoteldirektor empfing  uns persönlich. Er ist Deutscher und so brauchten wir keinen Übersetzer. Denn er erklärte uns sein Hotel und hieß uns sehr höflich willkommen. Nun waren wir also angekommen. Noch vor
    15 Stunden hatten wir deutsches Januarwetter mit Grau in Grau in Nass und knapp 3°C und nun mittlerweile in der Mittagssonne bei über 30°C – einfach nur herrlich. Uns war ab jetzt Deutschland völlig egal.

     

     

    Unser Zimmer – sehr großräumig – mit schlichter Eleganz, einem Riesendoppelbett verhangen mit einem stilvollen Moskitonetz war geteilt über eine Stufe ins große sehr moderne und picobello saubere Badezimmer mit separatem WC. Dazu gab es einen Kleiderschrank, den wir nicht brauchten, denn Kleidung nahmen wir zum Glück den Temperaturen angemessen mit, nämlich nur leichte Sommersachen. Jeden Tag lagen wunderschöne zarte Blüten auf dem Bett mit einem kleinen Zettel auf dem täglich eine neue Lebensweisheit stand. So begannen wir jeden Tag mit dieser Weisheit ausgerüstet und lebten ein wenig danach. (ein Bespiel eines armenischen Sprichwortes, was ich mir heute noch merke: „Wer viel redet, erfährt wenig…“

     

     

     

    Hunger, wir hatten Hunger. Doch nicht lange und wir fanden heraus dass es 2 Restaurants gibt. Eines mit konventionellem Essen – natürlich alles immer frisch zubereitet, reichhaltig und vielseitig und super lecker. Eines mit reiner Ayurvedakost. Diese ist genau nach der Ayurvedaheilmethode abgestimmt und man isst genau die Nahrung, die zu seinem persönlichem Dosha passt.

     

     

    Das Dosha ist der Energietyp aus dem Ayurveda. Es gibt 3 Doshatypen: Kappa, Pita, Vatha. Der nächste Tag beginnt mit der Ayurvedakur beim  Arzt oder Ärztin in einer Konsultation. Hier wird das Dosha bestimmt und man kann erzählen, woran man leidet oder welche Beschwerden man bewusst behandelt wissen möchte. Danach wird die rein natürliche Medizin abgestimmt, täglich frisch zubereitet und sie beginnt zu wirken. Man weiß ja gar nicht was man zu Hause alles so an Essen in sich hineinstopft. Meistens denkt man ja, dass tut mir gut. Selbst wenn man darauf achtet, kann es genau falsch sein. Die Ärzte sagen einem ganz genau, welches Essen einem wirklich gut tut und während der Ayurvedakur zu sich genommen, wie Medizin wirken kann. Im Restaurant muss man dann nur noch darauf achten, welcher Doshatyp man ist – also ganz einfach und trotzdem kann man immer für sich selbst entscheiden, was und wie viel will ich essen. 3 Mal am Tag sind die Restaurants geöffnet und es kümmern sich wirklich richtig nette und aufmerksame und zuvorkommende Kellner um einen. Nie gab es etwas zu beanstanden, weder in der Qualität, in der Menge oder beim Personal.

     

     

    Was macht man nun den ganzen Tag bei einer Ayurvedakur? Termine wahrnehmen. Klingt furchtbar – ist aber sehr angenehm. Die Termine beinhalten Ayurvedabehandlungen, die von den Ärzten verschrieben sind. Von der klassischen Ayurvedamassage, über Stirnölguss bis zu Akkupunktur gibt es eine Vielzahl an individuellen Behandlungen, die einfach nur zum genießen sind. Jede Einzelne gibt einem Lebenskraft und Lebensjahre zurück. Die Ayurvedamethode – die übrigens mehr als 2000 Jahre alt ist, behauptet von sich, wenn man diese 2 Wochen durchführt, ist der menschliche Körper um ganze
    5 Jahre verjüngt. Also kann ich sie jedem einfach nur empfehlen und ans Herz legen.

     

     

    Was macht denn zwischen den Behandlungen? Relaxen, faulenzen, schlafen, im weiten wunderschönen grünen Garten liegen – also alles was einem Spaß im Urlaub macht. Tagsüber ist es heiß und feucht – also ruht man sich von den westeuropäischen Geschäftsbedingungen und Strapazen aus und schaltet davon ab. Nachmittags geht man am langen weißen Sandstrand spazieren und schaut auf den weiten Indischen Ozean. Auf der anderen Seite sind blühende botanische Gärten zu sehen. Angelaufen kommen freilebende friedliche Hunde, die gerne betteln aber auch schnell wieder weg sind, wenn man nichts gibt. Streicheln kann man sie auch, dann legen sie sich einfach hin und genießen. Es kommen Sri Lankanesen auf einen zu und bieten ihre Dienstleistung an. Sie sind alle nett, gut gelaunt, sprachbegabt, sprechen deutsch und bieten alles an, was man gerade nicht braucht. Vom  Räucherstäbchen, über lange bunte Schals bis zu touristischen Führungen durchs Umland. Will man das nicht, muss man das nur sagen und sie lassen einen in Ruhe. Kauft man etwas, tut man ihnen etwas Gutes, denn sie leben davon und sind dankbar. Dann kommen sie aber auch jeden Tag, wenn man am Strand ist.

     

     

    Gegenüber dem Lanka Princess befindet sich eine vorgelagerte kleine Insel. Auf dieser gibt es seit Hunderten Jahren ein buddhistisches Mönchskloster und 3 Mönche leben dort. Man besucht sie, in dem man mit einem Boot hinübersetzt und spendet einen kleinen Geldbetrag. In 5 Minuten hat man die Insel erkundet – so klein ist sie- und in einer Stunde verlässt man das Kloster, welches Ruhe, Frieden und Mystik ausstrahlt.

     

     

    Mit dem Boot kann man auch Touren entlang der Küste unternehmen. Die Bootsfahrer vor Ort bieten sich täglich aufs Neue an. Die Dauer sowie Preise verhandelt man nach asiatischer Mentalität und genießt dann einfach entlang der Küstenregion die Hotels, Häuser, Gärten, Mangrovenwälder, Fische, Vögel, Krokodile, Warane oder die saftigen riesigen Mangos und Papaya an den Bäumen. 

     

     

    Das Land zeigt viel Armut. Aber keine Menschen müssen hungern. Es gibt reichlich zu essen und der Glaube der Menschen hilft Anderen und unterstützt sie. Es wachsen überall Früchte und die Angebote sind für unsere Maßstäbe reichhaltig, exklusiv, gesund und köstlich lecker – das alles zu absolut erschwinglichen Preisen. Auf den Märkten kann man sich mit jeder Menge Kitsch an Souveniren eindecken, macht natürlich Spaß mit den Verkäufern zu verhandeln.

     

     

    An die Rückreise möchte man natürlich, wie bei einem guten Urlaub, nie denken – doch der Tag der Abreise kommt. Da meine Reise durch den Reiseservice Köln organisiert wurde, klappte alles vom Abholen bis zum Einchecken und dem langen Zurückflug. Ich spürte jedoch sehr intensiv, dass ich diesmal eine ganz besondere Reise unternommen hatte. Ich konnte zu mir finden, meinem Körper Gutes tun und viel viel Energie tanken. Die aryurvedische Lebensweise setze ich heute noch, wo und wann auch immer es geht, um. An die vielen schönen Momente in Sri Lanka denke ich gerne zurück. Die Menschen haben mich berührt. Die Ayurvedakur hat mir Kraft gegeben. Die Sonne, das Meer, das Land hat seine Bilder tief bei mir verankert. So dass ich meinen Alltag mit mehr Leichtigkeit bewältige und gelernt habe, einfach mehr Gelassenheit und einfach mehr Lächeln einzubringen. Ich freue mich schon heute auf meine Rückkehr nach Sri Lanka und einer weiteren Ayurvedakur.

     

    Bildquelle: RK / Reiseservice

     

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